BVMI e.V.
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Anfänglich waren die Pioniere der strukturierten Dokumentation und der maschinellen Verarbeitung medizinischer Daten etwas mitleidig belächelt und als Spinner verschrien. Dies änderte sich im Oktober 1954 mit einem Referat von Otto Nacke vor dem wissenschaftlichen Beirat des Bundesministeriums für Arbeit und Soziales. In der Folge wurde Nacke Obmann des im Oktober 1955 gegründeten 'Arbeitsausschusses Medizin' in der DGD (Deutsche Gesellschaft für Dokumentation), der 1966 auf der 11. Jahrestagung in Stuttgart in Deutsche Gesellschaft für Medizinische Dokumentation und Statistik (GMDS) umbenannt wurde. Es gab aber schon seit 1951 einen Vorläufer, nämlich die 'Untergruppe Medizin' in der DGD (Leiter U. Derbolowski, Hamburg), und noch zwei Jahre früher, schon 1949 wurde eine 'Medizinal-statistische Arbeitsgemeinschaft' gegründet.

Unter Nackes Führung bildeten sich im Jahr 1957 fachorientierte Arbeitskreise und 1959 die ersten methodisch orientierten Arbeitsgruppen, so dass eine Vielzahl erfolgreicher Projekte durchgeführt werden konnten, so z.B. 1961 die erste standardisierte Dokumentation klinischer Basisdaten [1].

Mit der von Nacke organisierten und von Martini (Bonn) und Pipberger (Washington) geleiteten 6. Jahrestagung 1961 in Berlin gelang es erstmals, die Arbeit der GMDS einer breiteren Öffentlichkeit zugänglich zu machen [2]. Den Namen und den e.V. erhielt der Arbeitsausschuß Medizin der DGD allerdings erst 1966, sein erster Präsident wurde Gustav Wagner für 8 Jahre, solange wie kein anderer vor oder nach ihm jemals Präsident war. Wagner ist schon lange Ehrenmitglied der GMDS.